Von der Schneiderei zum Bekleidungshaus

Der 1875 in Stettin geborene Firmengründer Hans Manthey, ging nach seiner Schneiderlehre nach Berlin, der damaligen Metropole des modeschaffenden Handwerks und absolvierte dort seine Meisterprüfung.

Seine Wanderschaft, für einen Handwerksburschen in der damaligen Zeit ein absolutes Muß, führte ihn schließlich 1900 nach Dürkheim. Ganz sicher war auch die junge Dame, die Tochter einer Schneiderfamilie, nicht ganz unschuldig daran, daß es den jungen Hans in der Pfalz hielt.

Kurzum: die beiden heirateten. Im August 1918 kam Hans Manthey aus dem Krieg und machte sich noch im gleichen Jahr selbständig.

 

«Maßkleidung in feiner Ausführung und Fertigkleidung in großer Auswahl»
 

war in großen Lettern am Haus Schillerstraße 126 zu lesen.

 

Mit Weitblick und in der Überzeugung, daß sich gute Geschäfte eigentlich nur im Stadtkern machen lassen, kaufte er 1925 das Haus in der Mannheimer Straße, das somit seit über acht Jahrzehnten ganz im Zeichen der Herrenmode steht.

Anno 1925: Das Bekleidungshaus Manthey
Das Manthey Einnähetikett

Die damaligen Umbaukosten, ist der Firmenchronik zu entnehmen, waren so hoch wie der Kaufpreis. Doch die Investition lohnte. Immer mehr honorige Bürger bevorzugten Maßgeschneiderte Manthey-Mode, legten besonderen Wert auf Ihren eigenen Namenszug, der in jedes Kleidungsstück eingenäht wurde. Und sämtliche Knöpfe trugen damals die Aufschrift «Manthey Bad Dürkheim». Aus dieser Zeit vor dem zweiten Weltkrieg stammen auch eine ganze Reihe von Fotos der fünf Gesellen, die im Schneidersitz fleißig nadelten.

Hans Manthey mit Gesellen

Zu den damaligen Kunden der «Manthey Bad Dürkheim» Maßbekleidung gehörten auch so bekannte Herren, wie z.B. Bürgermeister Dr.Dahlem, Zahnarzt Dr.Orth, der Winzerwirt der Vier-Jahreszeiten Peter Stepp oder Kaplan Bunsen.

Anno 1950: Das Bekleidungshaus Manthey

Viel Staat war nach dem zweiten Weltkrieg mit der Maßschneiderei wohl nicht mehr zu machen. Die Konfektion war auf dem Vormarsch und bestimmte von da an auch die Umsätze im Bekleidungshaus Manthey.

 

Inzwischen hatte Sohn Otto das Geschäft übernommen und modernisierte 1957 das Gebäde in der Innenstadt.

Der große Ofen mitten im Verkaufsraum, vor allem zum Wärmen der Bügeleisen notwendig, wich einer modernen Heizung. Auch die schweren Holzregale mit den Glasschiebetüren waren nicht mehr zeitgemäß. Das Angebot wurde immer größer, die Verkaufsfläche bald zu klein. So nahmen die Mantheys 1964 das Tiefgeschoß dazu.

1968 wurde dann das 50jährige Jubiläum mit Zeitungsanzeigen und Sonderpreisen mit einem Neuen Logo am Haus gefeiert.

Drei Jahre später, man schrieb das Jahr 1971, wurden Arno Manthey und seine Frau Ursula aktiv. Die neue Generation bestimmte das Geschehen. Und wieder wurde umgebaut: diesmal das Obergeschoß einbezogen. Völlig neu strukturiert wurden die Räume noch einmal 1990. Mantheys kauften das Nachbargrundstück und verdoppelten - quasi über Nacht - die Verkaufsfläche. Damit einher ging natürlich auch eine deutliche Erweiterung des Sortiments und der Belegschaft.

 

Anfang 2007 hat Christian Manthey das traditionsreiche Dürkheimer Modehaus übernommen. Jetzt bereits in vierter Generation.

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